Marburger Bund Logo
 Marburger Bund
Landesverband NRW-RLP
Wörthstraße 20
50668 Köln
Tel. 0221 7200373
blaue Schmucklinie
Home  |  Kontakt  |  FAQs
blaue Schmucklinie
blaue Schmucklinie
Aktuelles  Der Verband  |  Termine  |  Unser Service 
| Landesverbände |
graue Trennlinie graue Trennlinie
| Bundesverband |
blaue Schmucklinie
 
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
Tarifverträge
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
Ältere Beiträge
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie

  Button: Informationsaustausch
  Button: Mailadresse

graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie

MB-Newsletter   Abmelden

graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie

graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
 


  |  Druckversion
 _ Aktuelle Nachrichten

Veranstaltungs-Tipp:
Musik entspannt, belebt und bringt das Gehirn zum Tanzen!
„Ton-Arzt“-Abend der Ärztekammer Westfalen-Lippe am 30. September
Münster. Im Alltag kann Musik entspannen, beleben und auch stressen. Sie weckt und verstärkt Emotionen. Die richtigen Klänge können die Konzentration stärken, die innere Anspannung lösen und stressbedingte Krankheitssymptome lindern. "Musik bringt das Gehirn zum Tanzen“, verspricht Prof. Dr. Bettina Pfleiderer. Sie wird auf dem 2. "Ton-Arzt"-Abend der Ärztekammer Westfalen-Lippe vortragen, wie die Verarbeitung von Tönen und Musik im Gehirn von Gesunden und Menschen mit verschiedensten Krankheitsbildern geschieht. Prof. Pfleiderer leitet die Arbeitsgruppe „Cognition & Gender“ am Institut für Klinische Radiologie der Universität Münster. Es klingt außergewöhnlich: Musik als Medikament? Ja, besonders in der Schmerztherapie ist die Musik heute wieder ein fester Bestandteil ganzheitlicher Ansätze. Nach dem erfolgreichen Auftakt dieser neuen Veranstaltungsreihe „TonArzt“ im Vorjahr lädt die Ärztekammer Westfalen-Lippe gemeinsam mit dem Münsteraner Pianist Jürgen Bleibel zum zweiten Mal Ärztinnen, Ärzte und alle weiteren Interessierten zu einem unterhaltsamen Abend ein, der Musik und Medizin verbinden soll. „TonArzt“ veranschaulicht am 30. September 2010 im Ärztehaus Münster in Klang und Wort den Einfluss der Musik auf die Gesundheit.
(28. Juli 2010)
» mehr

Aktueller Kommentar des MB-Vorsitzenden Rudolf Henke

Nach dem Regierungswechsel in Düsseldorf sind Kontroversen zu erwarten!
Wohnortnahe Versorgung in Krankenhäusern muss gesichert bleiben! / Auszüge aus Koalitionsvertrag

In Nordrhein-Westfalen hat es einen Wechsel der Landesregierung gegeben. Mit dem Titel „Gesundheitsversorgung sozial ausrichten“ haben SPD und Grüne ein Kapitel ihres Koalitionsvertrages überschrieben, mit dem sie – toleriert von der Linken – CDU und FDP ablösen. Das Kapitel erlaubt viel Kontinuität, Kontroversen im Bundesrat sind zu erwarten. Ob es eine Kehrtwende geben wird, muss die praktische Politik zeigen. Belastbare Vorschläge – etwa zur Bewältigung der Finanzmisere der gesetzlichen Krankenversicherung – gibt es nicht. Am Anfang steht ein konsensfähiges Bekenntnis zu flächendeckender, bedarfsgerechter und ohne Hürden zugänglicher gesundheitlicher und medizinischer Versorgung für alle Bürger in NRW – unabhängig vom sozialen Status, Alter, von Herkunft oder Geschlecht. Bei der Prävention ist nicht von einer möglichst hohen Lebenserwartung die Rede, der Akzent ist vielmehr sozialkompensatorisch: Prävention müsse gleichberechtigt neben Kuration, Pflege und Rehabilitation Beiträge dazu leisten, soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheiten zu verringern und Lebenschancen zu erhöhen. Für die Bundesebene folgt die Festlegung darauf, einkommensunabhängige Gesundheitsprämien zu verhindern und die Krankenversicherung weiter in Richtung Bürgerversicherung zu entwickeln. 
(19. Juli 2010)
» mehr

Beschluss des Bundesarbeitsgerichtes

Votum für moderne Kommunikationswege der Betriebsräte!
Arbeitgeber müssen einzelnen Betriebsräten Internetzugang und eigene E-Mailadresse einrichten!
Köln/Erfurt (mhe). Das höchste deutsche Arbeitsgericht stärkt die Nutzung moderner elektronischer Medien in den Betrieben! Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat nämlich erstmals Betriebsräten das Recht zugesprochen, auf die Einrichtung und Bereitstellung von eigenen elektronischen Kommunikationswegen zu pochen. Das BAG hat aktuell beschlossen, dass ein Betriebsrat von dem Arbeitgeber die Eröffnung eines Internetzugangs und auch die Einrichtung eigener E-Mail-Adressen für einzelne Betriebsratsmitglieder verlangen kann (AZ.: AZ7 ABR 79/08).
(14. Juli 2010)
» mehr

Tarifentwicklung in der Diakonie im Rheinland und in Westfalen

Ärztegehälter an evangelischen Kliniken sollen um 4,5 Prozent steigen!
Schiedskommission legt nach erfolglosen Beratungen der Arbeitsrechtlichen Kommission einen Beschluss vor
Köln. Den Ärztinnen und Ärzte an den evangelischen Kliniken im Rheinland, in Westfalen und in Lippe steht ein faire Vergütung zu! Schon vor gut drei Jahren hat die Arbeitsrechtliche Schiedskommission (ARSK) der Diakonie für die evangelischen Krankenhäuser im Rheinland, in Westfalen und in Lippe den Tarifvertrag für Ärzte des Marburger Bundes in einer kirchlichen Fassung als die maßgebliche Tarifregelung eingesetzt. Am TV Ärzte KF dürfte seither an evangelischen Kliniken eigentlich kein Weg mehr vorbeiführen. Dennoch wenden manche Kliniken wie z.B. die Evangelischen Kliniken Bielefeld den AVR Diakonie mit einer deutlich schlechteren Vergütung der Ärzte an. Viele Beschäftigte haben bereits individuelle Zulagen zum TV Ärzte KF ausgehandelt, doch der Druck auf die Arbeitgeber muss noch steigen, bis endlich auch alle Ärztinnen und Ärzte an evangelischen Kliniken fair und marktgerecht vergütet werden. Ein wichtiges Signal kommt aus der Diakonie selber: Nun hat die Arbeitsrechtliche Schiedskommission der Diakonie am 9. Juli 2010 auf Antrag der Dienstnehmervertreter entschieden, dass die Gehälter für die Ärztinnen und Ärzte ab dem 1. April 2010 um 4,5 Prozent erhöht werden sollen. Für die Vergangenheit schlägt die Arbeitsrechtliche Schiedskommission die Abgeltung durch Zahlung eines Einmalbetrages in Höhe eines Monatsgehaltes vor. Vorausgegangen waren zwei erfolglose Beratungen in der Arbeitsrechtlichen Kommission Rheinland/Westfalen-Lippe.
(14. Juli 2010)
» mehr

Aufsichtsratswahl in den Asklepios Kliniken GmbH

Großartiger Erfolg für Dr. Hans-Otto Koderisch!
Arbeitnehmer-Kandidat des Marburger Bundes wurde in seinem Amt bestätigt
Germersheim (mhe). Ein großartiger Erfolg für Dr. Hans-Otto Koderisch. Der 60-jährige Facharzt für Innere Medizin und für Allgemeinmedizin wurde mit einem klaren Votum der Delegierten in den 20-köpfigen Aufsichtsrat der Asklepios Kliniken GmbH gewählt. Dr. Koderisch erhielt 80 Stimmen und wurde damit nach seiner ersten Wahl im Jahr 2005 als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat nochmals eindrucksvoll bestätigt. Der Aufsichtsrat des Asklepios-Gesamtkonzerns mit über 32.000 Mitarbeitern in rund 90 Einrichtungen ist paritätisch besetzt. Zehn Sitze stehen Arbeitnehmern zur Verfügung, davon ein Sitz einem Leitenden Angestellten, drei Sitze werden von Vertretern der Gewerkschaften und sechs Mandate von Beschäftigten eingenommen. Bei der Delegiertenwahl in Bad Salzungen stellte der Marburger Bund 40 der 323 Delegierten, so dass es dem Spitzenkandidaten der Arbeitnehmerliste des Marburger Bundes, Dr. Hans-Otto Koderisch, gelungen ist, durch persönliche Überzeugung zahlreiche Stimmen aus anderen Mitarbeiter-Lagern zu gewinnen.
(12. Juli 2010)
» mehr

Zur Debatte über ein gesetzliches Verbot der Tarifpluralität

"Die obrigkeitsstaatliche Zeit der Einheitsgewerkschaften ist vorbei!"
Rudolf Henke: Das freie Koalitionsrecht für Arbeitnehmer ist ein unverzichtbarer Eckpfeiler unserer Demokratie!
Köln. Das individuelle Recht, sich als Angehöriger einer Berufsgruppe frei und kollektiv gewerkschaftlich zu organisieren, ist ein unumstößliches und sehr traditionsreiches Grundrecht unserer Demokratie. Es ist ein gewichtiger Teil des Fundamentes unserer freiheitlichen Grundordnung, der Verfassung der Bunderepublik Deutschland. Ohne den im Artikel 9 des Grundgesetzes garantierten Eckpfeiler würden wir den stabilen Boden unserer Demokratie verlassen und uns an ein autoritäres System der Einheitsgewerkschaft annähern, das sonst nur noch in Obrigkeitsstaaten existiert. Hierzulande darf den Arbeitnehmer dieses freie Koalitionsrecht nicht genommen werden." Mit diesen deutlichen Worten kritisiert Rudolf Henke, Vorsitzender der Ärztegewerkschaft Marburger Bund LV NRW/RLP, die jüngste Initiative der rheinland-pfälzischen Landesregierung, die vom Bundesarbeitsgericht (BAG) jüngst bestätigten Grundsätze zur Tarifpluralität durch eine neue gesetzliche Regelung zu unterlaufen. Die sozialdemokratisch geführte Regierung in Mainz will offenbar am Freitag in einem Schulterschluss mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund einen Entschließungsantrag in den Bundesrat einbringen, der die real existierende Tarifpluralität der Arbeitnehmer zu Gunsten der überholten Tarifeinheit beenden soll. Es ist bezeichnend, dass die Arbeitgeber selber alle Vorteile der tariflichen Pluralität für sich nutzen.
(7. Juli 2010)
» mehr 


Ärztevergütung an katholischen Krankenhäusern

Dritter Weg in der Sackgasse - Die Dienstgeber lassen gefundenen Kompromiss in letzter Minute scheitern!
Prof. Dr. Ingo Flenker: Katholische Kliniken können mit überalterten AVR im heutigen Wettbewerb nicht mehr mithalten!
Köln/Dortmund. Seit Jahren warten zehntausende Ärztinnen und Ärzte an den katholischen Krankenhäusern hierzulande auf eine faire und zeitgerechte Weiterentwicklung ihrer Gehälter in den Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR). "Monatelang hatte die Verhandlungskommission des Deutschen Caritasverbandes über einen Wechsel in modernere Tarifstrukturen und über höhere Gehälter verhandelt und sich letztlich auch bis ins Detail geeinigt", bilanziert Prof. Dr. Ingo Flenker, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes Landesverband Nordrhein-Westfalen / Rheinland-Pfalz. "Nach diesen intensiven Vorarbeiten der Verhandlungskommission haben nun gestern die Dienstgeber in der jüngsten, zweitägigen Sitzung der Arbeitsrechtlichen Bundeskommission (AK) in Fulda ihre eigenen Verhandler im Stich gelassen und ihre Zustimmung zu dem vorgelegten Lösungspaket verweigert", kritisiert Prof. Dr. Ingo Flenker. Diese Eckpunktebeschlüsse sahen u.a. vor, dass die Ärztinnen und Ärzte an katholischen Kliniken endlich besser bezahlt werden, nämlich nach dem hierzulande an kommunalen Krankenhäusern längst üblichen Tarifstandard "TV-Ärzte" des Marburger Bundes. "Demnach sollten alle vergütungsrelevanten Bestandteile wie die Eingruppierungs- und Tabellensystematik unserer TV-Ärzte in die AVR übernommen werden. Die Caritas flüchtet aber weiter vor der tariflichen Realität. Damit werden es die gut 250 katholischen Kliniken in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sehr schwer haben, offene Arztstellen wieder adäquat zu besetzen und die dort angestellten Ärzte noch langfristig an sich zu binden. Arbeitssuchende Ärztinnen und Ärzte werden dorthin gehen, wo ihnen die besten Bedingungen und die höchsten Gehälter geboten werden", betont Prof. Dr. Ingo Flenker. "Diese Weigerung der Arbeitgeberseite in der AK-Sitzung ist uns völlig unverständlich, denn längst zahlen in der Realität nahezu alle katholischen Krankenhäuser jeder Ärztin und jedem Arzt Monat für Monat individuelle Zulagen, um die erhebliche Differenz zu unserem Tarifvertrag für Ärzte wenigstens zu einem Teil zu minimieren. Leider werden die Zulagen meist nur auf das Grundgehalt und nicht auf die Bereitschaftsdienste gezahlt und diese selber auch noch deutlich schlechter als im TV-Ärzte vergütet", bilanziert Prof. Flenker weiter. Somit bleibe trotz individueller Zulagen noch ein erhebliches Gehaltsgefälle bestehen. Die Dienstgeber haben den Dritten Weg nun in eine Sackgasse geführt.
(25. Juni 2010)
» mehr

Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes vor Durchbruch

Endet die Flucht vor der tariflichen Realität?
Prof. Dr. Ingo Flenker: Allerhöchste Zeit für Übernahme des TV-Ärzte!
Köln (mhe). Nach jahrelangem Stillstand und einem kaum noch nachvollziehbaren Tauziehen in der Arbeitsrechtlichen Kommission (AK) steht die Anpassung der Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes (AVR) an die Realitäten aktueller Tarifverträge nun offenbar endlich vor einem Durchbruch. „Im Zuge einer breiten Paketlösung sollen bei der nächsten Sitzung der AK-Beschlusskommission am 23./24. Juni erstmals alle vergütungsrelevanten Bestandteile wie die Eingruppierungs- und Tabellensystematik des aktuellen Marburger-Bund-Tarifvertrages für Ärzte an kommunalen Kliniken eingearbeitet werden“, berichtet Prof. Dr. Ingo Flenker, der 2. Vorsitzende des Marburger Bundes NRW/RLP. Ein Beschluss müsste dann noch die Regional-Kommissionen passieren. Bisher hinken die im AVR vereinbarten offiziellen Gehälter für Ärztinnen und Ärzte an den über 250 katholischen Krankenhäusern in NRW und RLP mit erheblichem Abstand hinter dem TV-Ärzte/VkA zurück. Den Kliniken ist längst der Geduldsfaden gerissen, sie gehen eigene, pragmatische Wege: „Nahezu jede katholische Klinik zahlt bereits seit langer Zeit ‘freiwillig’ Gehaltszulagen für ihre Ärztinnen und Ärzte, um die Differenz zu unserer per Streik erkämpften Leitwährung TV-Ärzte/VKA zu reduzieren. Nun tagen heute und morgen die Gremien des Caritasverbandes.
(22. Juni 2010)
» mehr

Tarifkompromiss für Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Kliniken

"Wir haben mit großer Solidarität gute arztspezifische Verbesserungen erreicht!"
Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst begrüßt die Einigung mit dem kommunalen Arbeitgeberverband VkA / Zusammengefasste Eckpunkte
Münster (mhe). Der von der Arbeitgeberseite aufgezwungene mehrwöchige Arbeitskampf an den kommunalen Kliniken hat Früchte getragen. "Mit dem zur Wochenmitte erreichten Tarifkompromiss wurde vor allem die gewerkschaftliche Autonomie des Marburger Bundes gestärkt. Die Einigung ist ein wirklich guter Erfolg für Klinikärztinnen und -ärzte, denn mit dem jüngsten Tarifabschluss für Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Kliniken ist ein weiterer Schritt dafür getan worden, dass der schönste Beruf der Welt endlich wieder attraktivere Rahmenbedingungen erhält“, kommentiert der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, die in dieser Woche erzielte Einigung zwischen dem Arbeitgeberverband VkA und dem Marburger Bund als originäre Vertretung der Krankenhausärzte.
(10. Juni 2010)
» mehr

Gegensätzliche Facetten des Arbeitskampfes an kommunalen Kliniken:

Rechtswidriger Angriff auf die Tarifautonomie in Dortmund - vorbildliche Solidarität in Solingen
Klinikum Dortmund will Ärzte per Dienstanweisung des Gesundheitsamtes am Streik hindern /
RA Rolf Lübke: "Das ist eindeutig rechtswidrig! Wir leiten rechtliche Schritte ein" / Frist endet Dienstagmittag!
Köln/Solingen/Dortmund (mhe).
Gegensätzlicher könnten die Reaktionen der Arbeitgeberseite im laufenden Tarifkonflikt an kommunalen Kliniken nicht ausfallen: Während am Klinikum Solingen zu Beginn der vierten Streikwoche sowohl die Chefärzte und als auch der Geschäftsführer sich mit den Streikenden Ärztinnen und Ärzte öffentlich vor der Klinik solidarisierten, verschärft die Geschäftsführerin des Klinikums Dortmund erneut den Konflikt. Zunächst wurden dort unablässig streikwillige Ärztinnen und Ärzte zur Behandlung von "Notfällen" herangezogen, die vielmehr planbare und damit verschiebbare Operationen darstellten.
Als der Marburger Bund angesichts des ständigen Unterlaufens des Streiks darauf vorige Woche die Notdienstvereinbarung kündigte, griff die Geschäftsführerin nun zu eindeutig rechtswidrigen Mittel: Das Klinikum Dortmund versucht nun offenbar per rechtswidriger Dienstanweisung des Gesundheitsamtes Dortmund die Ärztinnen und Ärzte an Ihrem grundgesetzlich verbrieften Recht auf Teilnahme am Arbeitskampf zu hindern.
"Das ist ein eklatanter Eingriff in die Tarifautonomie. Nicht nur das Gesundheitsamt überschreitet in unerträglicherweise seine Befugnisse, sondern auch das Vorgehen der Geschäftsführerin Frau Greive ist eindeutig rechtswidrig", erklärt RA Rolf Lübke, Geschäftsführer des Marburger Bundes NRW/RLP. "Wenn diese Dienstanweisung bis heute (Dienstag) 12 Uhr nicht zurückgenommen wird, werden wir umgehend die notwendigen rechtlichen Schritte einleiten! Eine derartige Konfliktstrategie hat der Geschäftsführer des Klinikums Solingen einen Tag zuvor noch als "altes Denken" bezeichnet. "Ich habe Verständnis für gewerkschaftliche Forderungen!", erklärte H.J. Fietz-Mahlow vorbildlich, als er sich am Montagmorgen in Solingen gemeinsam mit den Chefärzten und über 100 streikenden Ärztinnen und Ärzte solidarisierte. "Gegeneinander ist altes Denken, lassen Sie uns gemeinsam für eine faire Vergütung der Ärzte werben!" Diese hatte zuvor auch Prof. Dr. Ingo Flenker als Redner in Solingen gefordert.
(7. Juni 2010)
» mehr

Landesärztekammer Rheinland-Pfalz:

So entsteht unfaire Stimmungsmache!
Präsident Prof. Dr. Frieder Hessenauer kritisiert Taschenspielertricks der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände
Mainz. Heftige Kritik an den jüngsten Verlautbarungen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) übt der rheinland-pfälzische Landesärztekammer-Präsident Professor Dr. Frieder Hessenauer. Der VKA hat jüngst behauptet, dass in den vergangenen Jahren die Ärztegehälter im Vergleich zu den Gehältern der Pflegekräfte überproportional gestiegen seien. Bei dieser Behauptung vermischt der VKA jedoch Daten, die nicht zusammengehören. Prof. Hessenauer: „So entsteht unfaire Stimmungsmache!“ Zum Hintergrund: Die Gehälter der Chefärzte wurden in früheren Jahren ohne die Einnahmen aus Privatliquidation ausgezahlt. Mittlerweile werden die Erlöse in den meisten Fällen vom Krankenhaus eingezogen und dann anteilig dem Gehalt zugerechnet und mit diesem auch gemeinsam ausgezahlt. Somit ergibt sich logischerweise eine höhere Gesamtsumme, als in den Vorjahren, als nur das Gehalt ausgezahlt wurde. Das Jonglieren der VKA mit ungleichen Zahlen erinnert an Taschenspielertricks, die die derzeitige Stimmung an den kommunalen Krankenhäusern unnötig verschärfen. LÄK-Präsident Prof. Hessenauer: „Die kommunalen Krankenhäuser müssen aufpassen, dass sie ihre Ärztinnen und Ärzte nicht weiter vor den Kopf stoßen und somit aus ihren Kliniken vertreiben!“

Arbeitskampf an kommunalen Krankenhäusern
Über 1500 Ärztinnen und Ärzte aus 63 Kliniken protestierten in der Kölner City!
Highlights im Aktionsprogramm: Lokale Demonstration in Solingen und bundesweite Demonstration in Frankfurt am nächsten Montag / Fortbildungen...
Köln (mhe). Über 1500 Ärztinnen und Ärzte aus insgesamt 63 kommunalen Kliniken in NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern protestierten heute in der Kölner Innenstadt gegen die Blockadehaltung der Arbeitgeber. Auf dem Roncalliplatz am Dom verlangte der Vizepräsident der Bundesärztekammer und Ehrenpräsident des Marburger Bundes, Dr. Frank-Ulrich Montgomery "ein Ende mit der Lebenslüge! Die Politik darf den Menschen nicht immer alles ohne Kosten versprechen!"
Dr. Montgomery forderte ein Ende der Gängelung durch andere Gewerkschaften oder durch Krankenkassen und Arbeitgebervertreter: "Wir fordern faire Tarifverhandlungen! Die Arbeitgeber haben bis heute doch noch nicht mal alle Vereinbarungen aus dem alten Tarifvertrag von 2006 umgesetzt. Wie ist es denn mit der Überstundenbezahlung? Wie ist es mit der elektronischen Arbeitszeiterfassung?
Und jetzt stellen die Arbeitgeber sogar Vorbedingungen - und nehmen es mit der Wahrheit nicht genau: Da werden unverbindliche Angebote von weniger als ein Prozent im Jahr zu sagenhaften 2,9 Prozent hochgejubelt", kritisierte Montgomery. "Tatsächlich sind es nur 0,7 Prozent pro Jahr. Da sollen wir angeblich 16 Prozent mehr beim Bereitschaftsdienst erhalten, aber dafür unseren Zusatzurlaub opfern - das verschweigen die Arbeitgeber. Schlimmer noch: Wir sollen nachträglich die einseitigen Ergebnisse gutheißen, wir sollen unterschreiben, was die Arbeitgeber mit anderen Gewerkschaften ausgehandelt haben."
"Wir verhandeln für Ärzte", stellte Dr. Montgomery klar. "Wir verhindern die Ärzteflucht aus den kommunalen Kliniken. Wir setzen uns für bessere Arbeitsbedingungen ein. Wir werden für uns selbst sprechen und handeln. Wir lassen uns nicht von anderen bevormunden! Nicht von anderen Gewerkschaften und schon gar nicht von Betonköpfen bei den Arbeitgebern. Wir wehren uns weiter, denn wir brauchen Perspektiven. Wir wollen für unsere Patienten da sein und wir haben Anspruch auf eine faire Anerkennung - auf leistungsgerechte Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Wir werden weiter streiken und am Ende werden wir gewinnen!"
"Wir werden solange weiter für unser Rechte kämpfen, bis auch der letzte Arbeitgeber es verstanden hat", versicherte auch Dr. Anja Mitrenga aus dem Klinikum Leverkusen. "Denn der Wert der ärztlichen Arbeit muss in Deutschland wieder wahrgenommen werden und dafür lohnt sich unser aller Einsatz hier! Der Abschluss von ver.di interessiert uns nicht!"
"Wer sagt denn, dass alle beim Gehalt die gleichen Steigerungssätze haben müssen", bekräftigte auch RA Rolf Lübke, Geschäftsführer des Marburger Bundes NRW/RLP. "Das mehr machbar ist, kann jeder doch an den Tarifverträgen sehen, die wir mit den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken oder den Kliniken in Hamburg abgeschlossen haben. Dort erhalten die Ärztinnen und Ärzte 4,5 bzw. 5 Prozent mehr Gehalt als sie heute an kommunalen Kliniken in NRW oder RLP bekommen!"
Das es sich lohnt zu kämpfen, unterstrich auch noch Dr. Herbert Britz, 92-jähriges Gründungsmitglied des Marburger Bundes: "Wir haben den Marburger Bund vor über sechs Jahrzehnten gegründet, damit wir Ärztinnen und Ärzte unsere beruflichen Interessen auch selber vertreten können. Machen Sie deshalb so engagiert weiter!" 

- Neue Streikaktion: Am nächsten Montag (7. Juni) demonstrieren die Solinger Ärztinnen und Ärzte vor dem Klinikum an der Gotenstraße, ab 10 Uhr wird dort auch Prof. Dr. Ingo Flenker sprechen, er ist 2. Landesvorsitzender des Marburger Bundes NRW/RLP.

- Bundesweite Demonstration in Frankfurt am Montag:
Nach der großartigen Kundgebung in Köln werden am nächsten Montag (7. Juni) an der bundesweiten Demonstration in Frankfurt mehrere Hundert Ärztinnen und Ärzte aus NRW und RLP teilnehmen!
Folgender Ablauf ist vorgesehen: ab ca. 11:30 Uhr: Sammeln in der Kaiserstraße (”Kaisersack”) - auf der anderen Straßenseite des Vorplatzes des Frankfurter Hauptbahnhofes; ca. 12 Uhr: Beginn des Demonstrationszuges zum Römerberg; ca. 13 Uhr: Kundgebung auf dem Römerberg – Ende ca. 14:30 Uhr!
Als Redner sind u.a. vorgesehen: Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes, PD Dr. Andreas Scholz, Vorsitzender des Marburger Bund Hessen und Mitglied des MB-Bundesvorstandes; Dr. Frank Ulrich Montgomery, Ehrenvorsitzender des MB und Vizepräsident der Bundesärztekammer.

Bitte halten Sie mich auch über die sonstigen geplanten Streikaktivitäten auf dem laufenden.
Alle weitere Aktionen werden am Wochenende rundgemailt!

In Solingen gingen am Mittwoch über 100 Ärztinnen und Ärzte aus den kommunalen Kliniken in Solingen, Mönchengladbach, Düsseldorf Gerresheim und Dormagen über die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, den Müngstener Brückenpark. Mit ihrer Streikaktion gingen die Ärzte um 5 vor 12 Uhr gemeinsam symbolkräftig „Über die Wupper“! Redner: MB-Tarifkommissionsmitglied Michael Krakau aus Köln.

Anbei noch ein paar ausgewählte Highlights aus unserem Streik-Programm in dieser Woche: Grundsätzlich fordern alle Ärztinnen und Ärzte am Montag Ihren Zusatzurlaub für Nachtarbeit ein! In Ludwigshaven streikten am Wochenanfang über 40 Ärztinnen und Ärzte vor ihrer Klinik. Achtung: Die für Dienstag angekündigte LVR-Aktion in Münster ist abgesagt worden, um eine möglichst vielfältige Teilnahme an der Demonstration am Mittwoch in Köln am Dom zu erbringen. Ansonsten: Alle Ärztinnen und Ärzte kündigen am Dienstag ihre individuelle Opt-Out-Erklärung! In Worms werden die Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit Ärzten des Klinikums Ludwigshafen in Worms, „Am Obermarkt“, 10 bis 16 Uhr, einen Infostand/Stadtlazarett betreiben.
Am Klinikum Dortmund fand am Dienstag eine Fortbildung statt: Ort: Hörsaal der Kinderchirurgie, Beurhausstr. 40, Parkhaus Klinikum DO, Hohe Str., Zeit: 10 Uhr. 1) Thema: Sichere Rente nach dem Arbeitsleben? Ab 10 Uhr. Karl-Heinz Müller, Laborarzt, Vorsitzender Aufsichtsausschuss Ärzteversorgung. 2) Nachweispflicht der ärztlichen Fortbildung für Fachärzte im Krankenhaus, ab 11 Uhr, Dr. Peter Heßelmann, ÄKWL, Ressortleiter FB. Im Anschluss Diskussion und Mittagspause. 3) Evaluation der Weiterbildung, ab 13 Uhr, Dr. Hans Gehle, Vorstand ÄKWL und Vorstand MB. 4) Gesetzliche und tarifliche Grundlagen Arbeitszeit, ab 14 Uhr, Bärbel Wiedermann.
Am LVR Klinik Bonn gab es am Dienstag ebenfalls eine Fortbildung: ab 10.30 Uhr: Notfall- und Reanimationsfortbildung - referiert von einer Anästhesistin mit Grundlagen und praktischen Übungen an der Reanimations-Puppe. Im Jugendkeller der Evangelischen Lukas-Gemeinde gegenüber der LVR-Klinik Bonn (Kaiser-Karl-Ring Ecke Nordstraße).
Am Mittwoch folgt das Wochen-Highlight: GANZWICHTIG: Die Demonstration in Köln! Sammeln bis 13 Uhr auf dem Roncalliplatz am Dom, dann Protestmarsch durch die Stadt. Wegstrecke: Roncalliplatz – Wallrafplatz – Unter Fettenhennen – Kardinal-Höffner-Platz – Trankgasse – Am Domhof – Kurt Hackenberg-Platz – Bechergasse – Alter Markt – Obermarspforten – Unter Goldschmied – Quatermarkt – Kleine Sandkaul – Augustiner Strasse – Cäcilienstrasse – Neumarkt – Richmodstrasse – Auf dem Berlich – Burgmauer – Komödienstrasse – Unter Fettenhennen – Kardinal-Höffner-Platz – Wallrafplatz – Am Hof – Roncalliplatz. Ab ca. 14/14.30 Uhr Abschlusskundgebung mit den Rednern:
MB-Ehrenvorsitzender und BÄK-Vizepräsident Dr. Frank-Ulrich Montgomery, MB-Tarifkommissionsmitglied Michael Krakau und andere…
Und am Freitag demonstrierten über 50 Ärztinnen und Ärzte vor dem Sana Krankenhaus in Düsseldorf Gerresheim und marschierten dann durch die Innenstadt.
Zeigt bitte Flagge! Kämpft um Eure eigenen Interessen!
Bitte teilen Sie mir weiterhin Ihre lokalen Aktivitäten mit. Mail:
Michael.Helmkamp@netcologne.de - Handy: 0173 - 73 43 504.
(Anfang Juni 2010)

3. Woche des Arbeitskampfes an kommunalen Krankenhäusern:
"Wir verschärfen den Druck auf die Arbeitgeber!"
Prof. Dr. Ingo Flenker: Fordern Sie jetzt Ihren Zusatzurlaub für Nachtarbeit ein und kündigen Sie Ihre Opt-Out-Erklärung / Aktuelle Streikliste
Köln (mhe). Die Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz werden zu Beginn der 3. Streikwoche den Arbeitskampf weiter intensivieren. "Wir müssen den Druck auf die Arbeitgeber weiter verschärfen, damit diese endlich an den Verhandlungstisch zurückkehren und uns ein akzeptables Angebot vorlegen", bekräftigt Prof. Dr. Ingo Flenker, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes - Landesverbandes NRW/RLP. "Kein Arzt würde es akzeptieren, wenn erneut andere Gewerkschaften über unsere Köpfe hinweg, die Entscheidungen über die ärztlichen Arbeitsbedingungen und Gehälter treffen!", verweist Prof. Flenker auf die Tarifautonomie. Durch seine seit Januar ausgeübte Blockadehaltung versucht der Dachverband der Arbeitgeber, die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VkA), die Tarifautonomie des Marburger Bundes zu konterkarieren und den Ärzten einen Gehaltsabschluss überzustülpen, der zuvor für kommunale Amtsstuben abgeschlossen wurde. Im Marburger Bund sind rund 110.000 der insgesamt 140.000 hierzulande angestellten Ärztinnen und Ärzte organisiert. "Wir haben uns aus guten Gründen 2005 von ver.di getrennt und im Jahr 2006 durch wochenlange Streiks die Eigenständigkeit erkämpft. Wir lassen nicht zu, dass die Arbeitgeber nun das Rad der Geschichte zurückdrehen." Prof. Flenker: "Wir haben am 17. Mai mit dem Arbeitskampf begonnen. Mittlerweile beteiligen sich alleine in unserem Landesverband 66 der insgesamt rund 80 Krankenhäuser an dem Streik. Das ist ein großartiges Zeichen der ärztlichen Solidarität und unserer gemeinsamen Entschlossenheit, weiterhin um unsere gewerkschaftliche Eigenständigkeit zu kämpfen." (Die Liste der bisher beteiligten Kliniken finden Sie am Textende!)
(30.05.2010)
» mehr

Arbeitskampf an kommunalen Krankenhäusern in NRW und RLP:
300 Ärztinnen und Ärzte aus acht ostwestfälischen Kliniken forderten in Detmold ein faires Tarifangebot der Arbeitgeber!
Hunderte Ärztinnen und Ärzte auf den Veranstaltungen in Köln, Koblenz, Bochum, Münster und Detmold / Weitere Demonstration am 2. Juni in Köln / Hauptredner: Dr. Montgomery
Köln.Der Streik der kommunalen Klinikärzte geht unverändert weiter. Gestern demonstrierten über 600 Ärztinnen und Ärzte alleine in Köln und Koblenz, heute marschierten über 300 weitere Ärztinnen und Ärzte im Streik durch Detmold. Die streikenden Ärztinnen und Ärzte der Städt. Kliniken Köln spendeten ferner am heutigen Donnerstag ab 13 Uhr in der Innenstadt an der Kreutzgasse 2 ihr Blut und warben bei den Bürgern um Blutspenden. Über 40 Ärztinnen und Ärzte des Medizinischen Zentrums Aachen haben heute zudem vor der Klinik in Aachen-Würselen demonstriert.
Schwerpunkt der heutigen Aktionen war der Streikmarsch von über 300 Ärztinnen und Ärzten durch Detmold. Es nahmen u.a. Ärztinnen und Ärzte aus den acht kommunalen Kliniken Lippe-Lemgo, Lippe-Detmold, Gütersloh, Bielefeld-Mitte, Bielefeld-Rosenhöhe, Herford, Gelsenkirchen und Minden teil.
Die Ärzte der LWL-Klinik Münster demonstrierten am Donnerstagmittag vor der Klinik, u.a. beteiligten sich auch die Ärzte aus der LWL-Klinik Herten.
Im Rahmen des derzeitigen unbefristeten Ärztestreiks an kommunalen Kliniken veranstalten die Ärztinnen und Ärzte des Klinikums Dortmund am morgigen Freitag eine „Dornröschen-Radtour“ zum benachbarten Klinikum Westfalen. Start am Klinikum Dortmund - Standort Mitte um 9 Uhr, Abfahrt am Standort Nord um 11 Uhr, Visite an dem benachbarten Klinikum Westfalen, am Standort Lünen-Brambauer um ca. 12 Uhr und am Standort Brakel um ca. 13 Uhr.
Um den Arbeitgebern ein deutliches Zeichen unserer Entschlossenheit zu geben, haben die an der gestrigen Demonstration in Köln beteiligten Ärztesprecher gemeinsam beschlossen, in der nächsten Woche folgende Aufgaben in allen vom Tarifkonflikt betroffenen kommunalen Krankenhäusern zu erfüllen.
Montag: Alle Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Kliniken fordern gemeinschaftlich die freien Tage für Eure Nachtarbeit ein! Macht Unterschriftenlisten!
Dienstag: Alle Ärztinnen und Ärzte kündigen das individuelle opt-out! Klarstellung: Dies ist die aus rechtlicher Sicht unverzichtbare persönliche Erklärung, um überhaupt damit einverstanden zu sein, in der Klinik mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten zu dürfen…
Beide Aktionen üben ungeheuren Druck auf die Arbeitgeber und somit letztlich auf den kommunalen AG-Dachverband VkA aus!
Mittwoch: Maximale Teilnahme an der geplanten Demonstration in Köln am 2. Juni! Sammeln bis ca. 13 Uhr auf dem Roncalliplatz neben dem Dom. Dann Marsch durch die City und Kundgebung auf dem Roncalliplatz! Hauptredner: Dr. Frank-Ulrich Montgomery, Vize-Präsident der Bundesärztekammer und Ehrenvorsitzender des Marburger Bundes. Sowie: Lutz Hammerschlag, Tarifexperte und Verhandlungsführer des Marburger Bundes.
Organisiert nun die Anfahrten aus den Kliniken, bestellt Busse oder nehmt den ÖPNV.
Der Ärztestreik an den kommunalen Krankenhäusern geht in die 2. Woche unvermindert weiter. Am gestrigen Mittwoch nahmen über 400 Ärztinnen und Ärzte aus über 30 Kliniken an einer Demonstratiuon teil. Beteiligt waren die Kliniken des Landschaftsverbandes Rheinland und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe sowie u.a. auch Ärztinnen und Ärzte der Städt. Kliniken Köln, des Klinikums Leverkusen, des Kreisklinikums Siegen und des Klinikums Dortmund, die BKB Gelsenkirchen-Buer, der Sana-Klinik Remscheid, Klinikum Lippe und noch weitere Kliniken. Nach dem Treff vor dem LVR Gebäude in Köln-Deutz – Kennedy-Ufer 2 zogen die Demonstranten zur benachbarten LVR-Zentrale und übergaben dem Landesdirektor Harry Voigtsberger eine Petition. Nach dem gemeinsamen Marsch über die Deutzer Brücke und durch die Kölner Innenstadt forderte MB-Vorsitzender Rudolf Henke vor dem Rathaus von den Arbeitgebern ein Angebot: "Es geht uns nicht um die 5 vor dem Komma, sondern vor allem um eine faire Vergütung unserer Bereitschafts- und Nachtdienste. Wir werden solange streiken, bis wir ein akzeptables Angebot erhalten!"
In Koblenz demonstrierten am Mittwoch über 200 Ärztinnen und Ärzte des Gemeinschaftsfklinikums Kemperhofs/Mayen, aus Ludwigshafen, Worms und Kaiserlautern vor der Koblenzer Klinik und bauten ab Mittag in der Innenstadt (Am Plan) einen Informationsstand auf. Es waren u.a. rund 50 Ärztinnen und Ärzte aus dem Klinikum Ludwigshafen und weitere Kolleginnen und Kollegen aus dem Klinikum Worms und dem Westfpfalz Klinikum Kaiserslautern beteiligen. Am Mittwochmorgen fand auch vor der LWL-Klinik Bochum eine Streikaktion statt. 

Eine Woche Arbeitskampf an kommunalen Krankenhäusern in NRW und RLP:
Der VkA-Verhandlungsführer unterläuft den Ärztestreik mit teuren Leihärzten!
Dr. Theodor Windhorst: Also ist doch genug Geld für eine faire Vergütung der Bereitschaftsdienste der Ärzte in der Nacht und für höhere Gehälter vorhanden!
Köln. Es ist der Gipfel der Doppelzüngigkeit! Unentwegt will die Spitze des kommunalen Arbeitgeberverbandes (VkA) der Öffentlichkeit weismachen, dass für eine faire Vergütung der ärztlichen Arbeit in der Nacht, an den Wochenenden und Feiertagen kein Geld vorhanden sei. Bis zum heutigen Tag behauptet auch der kommunalen Arbeitgeberverband in NRW, der am Montag dieser Woche begonnene unbefristete Streik der Klinikärzte habe kaum spürbare Auswirkungen auf die betroffenen Kliniken. "Das sind nur Lippenbekenntnisse! Tatsächlich sind jeden Tag in NRW Hunderte streikende Ärztinnen und Ärzte auf der Straße zu sehen. Realität ist - tausende Ärztinnen und Ärzte beteiligen sich seit dem Wochenbeginn an dem Streik! Wie passt es denn, dass ausgerechnet im eigenen Krankenhaus des VKA-Verhandlungsführers Joachim Finklenburg - in dem Kreiskrankenhaus Gummersbach - derzeit zahlreiche teure Honorarärzte eingesetzt werden, um so den wirtschaftlichen Schaden durch streikende Ärztinnen und Ärzte zu minimieren?", fragt Dr. Theodor Windhorst, Vorsitzender des MB-Bezirks Bielefeld und Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Alleine in der Anästhesie-Abteilung des Kreiskrankenhauses Gummersbach beschäftigt der Gummersbacher Klinik-Geschäftsführer und VkA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg derzeit vier Leihärzte. Dort arbeiten ansonsten nur noch vier weitere Ärzte festangestellt. "Unentwegt behauptet aber Herr Finklenburg, es gebe doch gar keinen Ärztemangel.  Offensichtlich kann er aber tatsächlich selbst im Kreiskrankenhaus Gummersbach die freien Arztstellen mit den bisherigen Tarifgehältern nicht besetzen. Über zehn der gut 150 Arztstellen sind dort derzeit unbesetzt. Das ist ein geradezu typisches Bild des Ärztemangels hierzulande - denn alleine in NRW sind - selbst nach offiziellen Angaben der Arbeitgeber zurzeit über 1200 Arztstellen in den mehr als 400 Krankenhäusern nicht besetzt - eine eher konservative Schätzung!", betont Dr. Windhorst.
(21.05.2010)
» mehr

Arbeitskampf an kommunalen Krankenhäusern:
Die Streikfront wächst weiter...
Fortlaufende Aktualisierung regionaler Aktivitäten / Über 50 Kliniken werden in NRW und RLP bestreikt
Köln (mhe). Nach dem ausgezeichneten Auftakt des Streiks der Klinikärzte am Montag führen die Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern in NRW und Rheinland-Pfalz den unbefristeten Streiks weiter fort. Weit mehr als jedes zweite kommunale Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wird in dieser Woche vom Arbeitskampf erfasst. In der ersten Woche des Streiks nehmen zunächst die Ärztinnen und Ärzte von über 50 der insgesamt 80 Krankenhäuser am Streik teil. Insgesamt sind gut 8100 Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Kliniken von dem Tarifkonflikt betroffen, mehr als die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte beteiligt sich aktiv am Streik. In beiden Bundesländern verschärft sich der Arbeitskampf mit zunehmender Dauer: Nicht nur die Streikmaßnahmen in den Kliniken werden zusehends immer intensiver durchgeführt, sondern auch immer mehr Krankenhäuser in unserem Landesverband werden bereits am dritten Tag des bundesweiten Streiks vollbestreikt. Geplante Operationen werden verschoben. Alle Notfälle werden indes natürlich weiter versorgt. Nachfolgend eine ausgewählte Auflistung der regionalen Aktivitäten...
(20.05.2010

 
zurück
weisse Trennlinie