Arztspezifischer Tarifvertrag zwischen MB und Klinikum
Niederlausitz abgeschlossen. Der Marburger Bund Landesverband Berlin/Brandenburg hat mit
der Klinikum Niederlausitz GmbH mit den
Standorten in Senftenberg, Lauchhammer und Klettwitz/Annahütte einen Tarifvertrag
für die Ärzteschaft abgeschlossen. Das Tarifwerk umfasst 45 Paragraphen und regelt die
spezifischen Beschäftigungsbedingungen der Ärzte. Kernpunkte sind die neu strukturierten
Regelungen zur Arbeitszeit, zu Bereitschaftsdiensten und die dazu neu gefasste
Vergütung der Bereitschaftsdienste sowie eine neuartige Grundvergütungsstruktur
mit Zulagensystematik, die speziell auf die Ärzteschaft und deren Qualifikation
abgestimmt ist. Bei der Ausarbeitung des neuen Tarifwerkes wurden die von der
Ärzteschaft ausdrücklich gewünschten Regelungen zur Arbeitszeit und deren
Vergütung sowie die Bewertung der unterschiedlichen Qualifikationen in Form der
Zulagensystematik berücksichtigt. „Es ist damit erstmalig im Land Brandenburg gelungen, einen
arztspezifischen Tarifvertrag zu installieren, der nicht nur der besonderen
Beschäftigungssituation von Ärzten in Punkto Arbeitszeit, Vergütungs- und
Zulagensystematik Rechnung trägt, sondern auch die Vorstellungen der
Ärzteschaft mit integriert. Die Verhandlungen waren in der Sache zwar hart,
aber immer fair und in angenehmer Atmosphäre. Die Geschäftsführung der Klinikum
Niederlausitz GmbH erwies sich erfreulicherweise als zuverlässiger
Verhandlungspartner und nicht als Gegner“, erklärte der Verhandlungsführer
Manfred Husmann vom Marburger Bund. Die Geschäftsführung des Klinikums Niederlausitz erklärte,
dass sie mit dem Abschluss „ an die Grenze Ihrer Leistungsfähigkeit gegangen
sei. Dafür habe man aber Bedingungen geschaffen, die der Ärzteschaft nicht nur
adäquate Arbeits- und Vergütungsbestimmungen bieten, sondern dem Klinikum auch
Standortvorteile sichern. Für die Zukunft sind wir damit nun gut aufgestellt“,
so Frau Weber für die Geschäftsführung.