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 _ Ärztinnen in ehrenamtlichen Ämtern ?

Die Medizin wird weiblich !

Liebe Kolleginnen!

„Die Medizin wird weiblich“ ist aus allen Fachbereichen zu vernehmen. Die neuen Bundesländer waren da schon Vorreiter, der Anteil an Ärztinnen lag bereits seit Jahren bei mehr als 50 Prozent. Sind die Ärztinnen aber auch in den ehrenamtlichen Gremien vertreten?

Der Marburger Bund stellt in der Landesärztekammer Brandenburg fünf Ärztinnen in der Delegiertenversammlung. Alle sind in wichtigen Ausschüssen präsent:

Frau Dr. med. Monika Koch-Engel, Fachärztin für Psychiatrie, seit 2005 in eigener Niederlassung tätig, ist Mitglied in der „Ständigen Konferenz Ärztinnen der Bundesärztekammer“ und Gutachterin der Landesärztekammer Brandenburg im Gebiet Psychiatrie.

Frau Dipl.-Med. Andrea Kruse, Fachärztin für Innere Medizin, tätig als Oberärztin im Krankenhaus Forst, hat als stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsausschusses unseres Versorgungswerkes eine hohe Verantwortung übernommen. Im Ausschuss stationäre Versorgung bringt sie die Belange der angestellten Ärztinnen und Ärzte ein.

Frau Dr. med. Dagmar Möbius, langjährige Oberärztin für Kinderhämatologie und -onkologie im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus (jetzt im Ruhestand, jedoch noch zeitweise beruflich tätig) ist Mitglied des Ausschusses für Satzungs- und Geschäftsordnungsfragen, Mitglied im Prüfungsausschuss für Kinderhämatologie und -onkologie und Vorsitzende des Prüfungsausschusses für Kinderhämatologie.

Frau Dr. med. Sylvia Schache war langjährige Oberärztin in der Kinderabteilung des Krankenhauses Bernau, seit 2002 in eigener Niederlassung tätig, ist Mitglied der Ausschüsse Berufsordnung, Satzungs- und Geschäftsordnungsfragen.

Ich selbst bin Viszeralchirurgin, Oberärztin im Krankenhaus Märkisch Oderland, seit 1991 Vorstandsmitglied unserer Landesärztekammer, leite seitdem auch den Ausschuss Berufsordnung und bin fast ebenso lange Mitglied des Aufsichtsausschusses unseres Versorgungswerkes.

Durch die Arbeit in den Ausschüssen und im Vorstand sind wir mit dem breiten Spektrum der Kammerarbeit konfrontiert. Hier gilt es, alle Belange der Ärztinnen und Ärzte Brandenburgs zu kennen und zu vertreten, die der Niedergelassenen und der Angestellten in den Krankenhäusern, im ÖGD und MDK.

Die Kammer als Selbstverwaltung der Ärzteschaft benötigt alle Ärztinnen und Ärzte für diese interessante und verantwortungsvolle Arbeit. Sie ist zeitaufwändig und fordert von uns ein hohes Maß an Logistik – die tägliche Arbeit im Krankenhaus und in der Praxis, Dienstpläne, Fortbildung und Familie sind unter einen Hut zu bringen. Meines Erachtens sind Frauen gut geeignet, diese Aufgaben zu bewältigen. Für diese Arbeit werden wir auch belohnt: Wir lernen die Probleme auch anderer Fachbereiche besser kennen, knüpfen Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen anderer Einrichtungen, können die eigene Arbeit besser einordnen in die aktuellen Fragen der Gesundheitspolitik. Die Tätigkeit im Marburger Bund stellt eine gute Vorbereitung für unsere berufspolitische Arbeit dar, schärft die Kritikfähigkeit bei der Lösung der sich uns stellenden Aufgaben.

Durch meine Tätigkeit im Vorstand des Landesverbandes Marburger Bund Berlin/Brandenburg (bereits in der dritten Legislaturperiode) erlebe ich hautnah die Tarifverhandlungen mit den Berliner und Brandenburger Krankenhäusern sowie die in der Regel erfolgreich geführten arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie Ihre Stimme der Liste „Marburger Bund“ geben, mit Ihrer Stimme unsere Position in der Kammer stärken und durch Ihre Wahl auch das Vertrauen in unsere bisherige Arbeit ausdrücken.

Dr. Renate Schuster     

 
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