Berlin, 15. Oktober 2009 Die Vereinigung
Berufsgenossenschaftlicher Kliniken (VBGK) hat die letzte Chance auf eine
Einigung im Tarifkonflikt mit dem Marburger Bund (MB) verstreichen lassen und
einen neuerlichen Kompromissvorschlag des MB abgelehnt. „Die Arbeitgeber
betreiben ein falsches Spiel. Im September war bereits eine Verständigung
erreicht worden, davon aber sind die Arbeitgeber seitdem Schritt für Schritt
abgerückt. Was wir hier erleben, ist glatter Wortbruch und in dieser Form wohl
einmalig. Trotzdem haben wir in den vergangenen Wochen versucht, eine neue
Kompromisslinie zu finden. An einer einvernehmlichen Lösung hat die VBGK aber
offensichtlich kein Interesse. Dann muss sie nun auch die Konsequenzen tragen“,
sagte MB-Verhandlungsführer Lutz
Hammerschlag. Für die Eskalation des
Tarifkonflikts trage die VBGK die alleinige Verantwortung. „Anstatt
ernstgemeinte Vorschläge zu unterbreiten, präsentierte uns die VBGK eine
Mogelpackung, die weit unter den bereits konsentierten Bedingungen lag“, so
Hammerschlag. Die Ärztesprecher der tarifgebundenen BG-Kliniken und die
Tarifgremien des Marburger Bundes würden nun unverzüglich das weitere Vorgehen
beraten. „Die Ärztinnen und Ärzte in den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken
werden sich von den Scheinangeboten der VBGK nicht täuschen lassen. Eine
vorbehaltlose Entgelterhöhung gibt es nur mit Tarifvertrag – und genau das
werden wir erzwingen“, sagte Hammerschlag.
Tarifverhandlungen
Falsches Spiel
der Arbeitgeber: Tarifkonflikt mit VBGK
eskaliert
Mitgliederinformation: Die VBGK behauptet - FAKT ist! (PDF)