Marburger Bund Logo
blaue Schmucklinie
Home  |  Termine  |  Kontakt  |  FAQs  |  Sitemap  |  Impressum
blaue Schmucklinie
blaue Schmucklinie
Aktuelles  Unsere Themen  Der Verband  |  Unser Service  |  Presse  |  MB-Zeitung  |  Studenten  |  Stiftung  
| Landesverbände |
blaue Schmucklinie
 
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
Tarifpolitik
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
Gesundheitspolitik
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
Fort- und Weiterbildung
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
Berufspolitik
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
Ärztinnen
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
Hauptversammlungen
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
Archiv
graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie
 

graue Trennlinie
weisse Trennlinie
weisse Trennlinie

Drucksymbol Druckversion
 _ Krankenmanagement

Medizinische Versorgungszentren / Teil 2
Zentren als Chance für Ärzte und Krankenhäuser
Ansätze der Helios Kliniken GmbH und das erste Medizinische Versorgungszentrum in Berlin-Buch

„Medizinische Versorgungszentren – eine neue Chance für Ärztinnen und Ärzte?“, so war der erste Beitrag zum Thema MVZ in der Ausgabe 13 der Marburger Bund Zeitung überschrieben. Es ging darin schwerpunktmäßig um die politischen Ziele und gesetzlichen Grundlagen sowie die Einschätzung des Marburger Bundes dazu. Im folgenden Beitrag von Dr. med. Jörg Bader, Geschäftsführer der Helios Versorgungszentren GmbH, und Dr. jur. Francesco De Meo, Geschäftsführer der Helios Kliniken GmbH, wird dieses Thema aus dem spezifischen Blickwinkel eines Klinikkonzerns beleuchtet, der sich intensiv mit diesem Thema befasst und dazu Vorstellungen entwickelt hat.

Wir erleben derzeit einen tief greifenden Strukturwandel im deutschen Gesundheitswesen. Das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) hat einen Veränderungsprozess ausgelöst, der die Versorgungsstrukturen durch mehr Wettbewerb effizienter machen soll. Leider wird dieser Veränderungsprozess nicht von allen Beteiligten als positiv aufgefasst. Insbesondere niedergelassene Ärzte sehen sich schon jetzt als Verlierer der Strukturveränderung.

Die Regelung des GMG, die von den niedergelassenen Ärzten als besonders bedrohlich angesehen wird, ist die Einführung von Medizinischen Versorgungszentren. Diese durch das GMG neu geschaffene Organisationsform ermöglicht die Gründung von fachübergreifenden „Gemeinschaftspraxen“ unter einem gesellschaftsrechtlichen Dach. Ein Quantensprung auf dem Weg zu neuen Versorgungsstrukturen wird dadurch bewirkt, dass diese Versorgungszentren nicht nur durch Ärzte, sondern auch durch alle anderen Leistungserbringer vom Krankenhaus bis zum ambulanten Pflegedienst gegründet werden können. Ein gemeinsames Versorgungsangebot aus einer Hand war die Zielsetzung des Gesetzgebers.

Die niedergelassenen Ärzte befürchten nun, bei der Gründung von Versorgungszentren gegenüber Krankenhäusern ins Hintertreffen zu geraten. Schreckensszenarien von niedergelassenen Ärzten, die im Wettbewerb zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen zerrieben werden, machen die Runde. Hauptursache der Verunsicherung ist ein Informationsdefizit. Befürchtet wird, dass finanzstarke Krankenhäuser luxuriöse Großpraxen errichten werden, die in großer Zahl Patienten von bestehenden Praxen abziehen könnten.

Unwahrscheinliches Szenario
Dieses Szenario ist aber sehr unwahrscheinlich, da auch die Versorgungszentren an das Abrechnungssystem der niedergelassenen Ärzte gebunden sind. Das heißt, dass auch für die Versorgungszentren ein Budget festgelegt wird, das kaum überschritten werden kann. Eine deutliche Leistungsausweitung ist daher ausgeschlossen. Ebenso erhält ein Versorgungszentrum für alle Leistungen die gleiche Vergütung wie niedergelassene Ärzte. Da die Erlösmöglichkeiten somit begrenzt sind, wird auch ein Krankenhaus keine Luxuspraxen einrichten. Wenn sich ein Versorgungszentrum tragen soll – und diesen Anspruch haben auch Krankenhäuser – können sie kaum aufwändiger eingerichtet werden als bisherige Arztpraxen. Eine starke Abwanderung von Patienten in neu eingerichtete Versorgungszentren ist auch deshalb unwahrscheinlich, weil für die Patienten das Vertrauensverhältnis zu ihrem bisherigen Arzt wichtiger sein wird als die mögliche Anbindung eines neuen Versorgungszentrums an ein Krankenhaus.

Die Verunsicherung der niedergelassenen Ärzte wurde aber auch dadurch gefördert, dass manch ein Krankenhauskonzern aggressiv mit Angeboten zur Praxisübernahme an niedergelassene Ärzte herangetreten ist. Es entstand der falsche Eindruck, dass alle Ärzte früher oder später sowieso gezwungen sein würden, ihre Praxen aufzugeben.

Von diesem Auftreten will sich Helios klar abgrenzen. Die Strategie des Helios-Konzerns in Bezug auf die neuen Optionen des GMG ist in erster Linie, die enge Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten zu suchen. Unser Ziel ist, die bestehende vertrauensvolle Zusammenarbeit weiter auszubauen. Sie soll es ermöglichen, gemeinsam Konzepte für eine bessere Abstimmung der Behandlungsprozesse zu entwickeln, um damit beispielsweise Angebote im Sinne einer integrierten Versorgung machen zu können. Aufbauend auf diese gute Kooperation lassen sich dann bei geeigneter Konstellation Versorgungszentren gründen, die aus Kliniksicht den Vorteil haben, eine noch engere und fachübergreifende Abstimmung der Prozesse zwischen stationärer und ambulanter Versorgung zu ermöglichen. In Gesprächen zwischen Helios-Kliniken und niedergelassenen Ärzten ist es bereits gelungen, für die neuen Kooperationsmöglichkeiten zu werben und ein gemeinsames Vorgehen zu planen.

Dies kann auch als Prämisse für eine positive Weiterentwicklung des Gesundheitswesens gelten. Bei aller Innovation, die zur weiteren Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen erforderlich ist, wird man eine stabile Entwicklung nur dann sicherstellen können, wenn alle Akteure vertrauensvoll zusammenarbeiten und gemeinsam nach neuen Lösungen suchen. An diesem Prozess wird sich Helios gerne beteiligen.

Erstes Medizinisches Versorgungszentrum in Berlin-Buch
Zum Jahresbeginn 2004 beteiligte sich die Helios Kliniken GmbH mehrheitlich an der Poliklinik in Berlin-Buch und schaffte damit das erste Medizinische Versorgungszentrum in Deutschland. Die Verzahnung von ambulanter und stationärer Patientenversorgung zwischen Poliklinik und dem Maximalversorger Helios Klinikum Berlin-Buch (über 1.000 Betten) gilt in dieser Konstellation als beispielgebend für den deutschen Klinikenmarkt.

Die Poliklinik in Berlin-Buch versorgt jährlich rund 120.000 Patienten in 14 medizinischen Fachbereichen. Vorteile für die Patienten liegen vor allem in einer umfassenden koordinierten Diagnostik: Durch eine optimierte Zusammenarbeit innerhalb der Poliklinik und mit dem Klinkum lassen sich Doppeluntersuchungen bei Patienten vermeiden. Das schont die Patienten und ermöglicht eine wirtschaftlichere Versorgung. Zudem können medizinische Großgeräte, deren Anschaffung sich in Praxen kaum rentiert, von den Abteilungen der Poliklinik genutzt werden. Gemeinsame Röntgendemonstrationen der ambulanten und stationären Ärzte fördern eine qualitätsgerechte Versorgung der gemeinsam zu betreuenden Patienten.

MVZ-Artikel Teil 1

 
zurück
weisse Trennlinie