Berlin, 23. Januar 2010 - Nr. 10/10 „Es ist zu begrüßen, dass die Mitglieder des Stiftungsrates und des Vorstandes der Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen anlässlich ihrer Entscheidung zur künftigen Führung des IQWiG die bisherige Ausrichtung des Instituts positiv bewertet haben und die konsequente Fortsetzung dieser inhaltlichen Ausrichtung - unabhängig und kritisch - auch in Zukunft für eine unverzichtbare Notwendigkeit halten. Wir sehen darin eine konstruktive Festlegung des Bundesministeriums für Gesundheit. Mit dem personellen Wechsel an der Spitze des IQWIG soll dessen kritische Rolle offenbar nicht aufgegeben werden. Für eine gute Patientenversorgung ist es unerlässlich, den Sinn und Unsinn des Einsatzes von Arzneimitteln unabhängig von der Interessenlage des jeweiligen Arzneimittel-Produzenten zu bewerten. Für Ärzte ist es enorm wichtig, dass aus Studien hervorgegangene Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Arzneimitteln gleichermaßen zugänglich sind, egal ob sie eine Wirksamkeit belegen oder widerlegen. Wir fordern die pharmazeutische Industrie auf, Studienergebnisse aus der klinischen Forschung auch dann zu publizieren, wenn sie gegen die Wirksamkeit sprechen. So wird am ehesten vermieden, bereits gewonnene Erfahrungen ein zweites Mal machen zu müssen und Patienten unnötig zu belasten. Allerdings ist es für die bestmögliche Therapie auch wichtig, in den Empfehlungen des IQWIG nicht nur völlig zweifelsfreie Erkenntnisse zu berücksichtigen, sondern die jeweils bestverfügbare Erfahrungslage.“
Henke: Einsatz von Arzneimitteln weiterhin unabhängig und kritisch bewerten
Zur heutigen Entscheidung des Stiftungsrates und des Vorstandes der Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen erklärt der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke: