Marburger Bund -
Landesverband Berlin/Brandenburg
Berlin, 22. September 2009
Ärzte an den DRK-Kliniken stellen Notfallversorgung eigenständig sicher
Ab heute (22.09.2009), 8 Uhr, sind die Ärztinnen und Ärzte der DRK-Kliniken Berlin zum unbefristeten Streik aufgerufen. Um 10 Uhr treffen sich die streikenden Ärztinnen und Ärzte zu einer Vollversammlung, um den Stand der Dinge zu besprechen und die weiteren Aktionen zu planen.
In mehreren langen Verhandlungsrunden konnte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) mit der Geschäftsführung der DRK-Kliniken keine Einigung hinsichtlich der Notdienstregelungen während des Streiks erreichen. „Die Notfallversorgung ist aber selbstverständlich sichergestellt. Kein ärztlicher Bereich wird hier unbesetzt bleiben. Alle Patienten, deren Behandlung zur Abwehr einer Bedrohung von Leib und Leben keinen Aufschub duldet, werden ärztlich versorgt. Bei allen anderen Patienten aber können sich Wartezeiten ergeben, möglicherweise sogar sehr lange Wartezeiten“, sagte Dr. Kilian Tegethoff, Vorsitzender des MB-Landesverbandes Berlin/Brandenburg.
Die Ärzteschaft der DRK-Kliniken betonte erneut, der Streik richte sich nicht gegen die Patienten. Die ärztliche Besetzung orientiere sich an der von der Geschäftsführung als ausreichend betrachteten Wochenendbesetzung. Zur schnellen Intervention bei akuten Fragen hat der MB lokale ärztliche Ansprechpartner vor Ort, die über mobile Telefonnummern erreichbar sind.