Marburger Bund -
Landesverband Berlin/Brandenburg
Berlin, 16. September 2009
Ärzte kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen an den DRK-Kliniken
Die DRK-Klinikärzte haben heute erneut für bessere Arbeitsbedingungen an ihren Kliniken gestreikt. Nach einer Demonstration durch Wilmersdorf versammelten sich die Ärztinnen und Ärzte um die Mittagszeit vor der Geschäftsstelle der DRK-Kliniken Berlin. Das gemeinschaftliche Eintopf-Essen stand unter dem Motto „MB-Eintopf statt dünner Kersting-Suppe“. Dem Geschäftsführer der DRK-Kliniken Berlin, Professor Kersting, wurde signalisiert, dass die Ärzte nicht länger bereit sind, eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen hinzunehmen. Schon jetzt sei zu beobachten, dass zunehmend mehr erfahrene Ärzte an Krankenhäuser mit besseren Arbeits- und Vergütungsbedingungen abwandern. Die frei werdenden Stellen seien immer schwerer nachzubesetzen. Dadurch steige die ohnehin schon hohe Arbeitsbelastung des Pflegepersonals und der verbleibenden Ärzte. Letztlich leide darunter auch die Qualität der Versorgung der Patienten, hieß es aus den Reihen der streikenden Ärzte.
„Die Kolleginnen und Kollegen an den DRK-Kliniken kämpfen für gerechte Arbeitsbedingungen und eine tarifübliche Bezahlung ihrer Arbeit. Es ist ein Skandal, dass ein wirtschaftlich gut gestelltes, expandierendes Unternehmen wie die DRK-Kliniken Berlin die eigenen Mitarbeiter so vor den Kopf stößt und sie schlechter stellen will als Ärzte an anderen Krankenhäusern Berlins“, sagte Dr. Kilian Tegethoff, Landesvorsitzender des Marburger Bundes Berlin/Brandenburg. Nach drei erfolgreichen Streiktagen sei die Bereitschaft deutlich gewachsen, den Druck zu erhöhen und in einen Vollstreik zu treten. Über das weitere Vorgehen würden die DRK-Klinikärzte morgen Abend (17.09.2009) entscheiden, so der MB-Landesvorsitzende.