Marburger Bund -
Landesverband Berlin/Brandenburg
Berlin, 15. September 2009
Ärzte streiken erneut - DRK-Geschäftsführung verweigert sich neuer Notdienstvereinbarung
Berlin – Die Ärztinnen und Ärzte an den DRK-Kliniken Berlin sind heute erneut in den Streik getreten. Am DRK-Klinikstandort Köpenick werden sie um 10.30 Uhr zu einer Kundgebung zusammen kommen. „Die Ärzte streiken nicht gegen die Patienten an den DRK-Kliniken, sondern für vernünftige Arbeitsbedingungen und eine leistungsgerechte Bezahlung ihrer Arbeit. Die ärztliche Notbesetzung bleibt selbstverständlich sichergestellt, alle Notfallpatienten werden versorgt. Die Stationen sind im Übrigen weitaus stärker besetzt als beispielsweise am Wochenende üblich. Bei elektiven Behandlungen können sich jedoch Wartezeiten für die Patienten ergeben“, sagte Dr. Kilian Tegethoff, Landesvorsitzender des Marburger Bundes Berlin/Brandenburg.
Trotz intensiver Verhandlungen bis kurz nach 23 Uhr am Montagabend hat sich die DRK-Geschäftsführung dem Abschluss einer neuen Notdienstvereinbarung verweigert. Die DRK-Geschäftsführung war nicht mehr bereit, über die am letzten Donnerstag verhandelten ärztlichen Mindestbesetzungen zu reden.
Die streikenden Ärzte werden heute gegen 11 Uhr vom DRK-Klinikum Köpenick zu einer Bade-Aktion an der Müggelspree aufbrechen. Das Motto der Aktion, die um 12 Uhr stattfinden wird, lautet: „DRK-Kliniken gehen baden“. Die Aktion findet statt an der Badestelle am Ende des Müggelschlösschenwegs kurz vor dem Spreetunnel.