Berlin, 13. November 2009 - Nr. 72/09
Weltdiabetestag:
Henke warnt vor Missbrauch von Rabattverträgen
Berlin – Vor einer Ausweitung von Rabattverträgen zu Lasten von Diabetes-Patienten hat der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, gewarnt. „So verständlich der Wunsch ist, Kosten durch Arzneimittel-Rabatte zu senken, so gefährlich ist auch der Missbrauch dieses Instruments. Wenn die Kassen nur noch die Rabatte im Blick haben, verlieren sie leicht die im Einzelfall notwendige Therapie aus den Augen. Bei Diabetes-Patienten aber kommt es besonders auf die individuelle Diagnostik und Therapie an. Nur ein gut eingestellter Patient kann Folgeerkrankungen vorbeugen“, sagte Henke anlässlich des morgigen Weltdiabetestages.
Derzeit sei eine beträchtliche Zunahme der Risikofaktoren für die Entwicklung des Diabetes mellitus vom Typ 2 zu verzeichnen. Immer mehr junge Menschen seien davon betroffen. „Wenn die Häufigkeit des Diabetes Typ 2 weiterhin drastisch ansteigt, wird jeder zweite der im Jahr 2000 Geborenen daran erkranken. Therapie allein reicht also nicht aus, sondern Diabetes-Prävention ist gefragt“, sagte Henke.
„Die Schritte, die man dazu braucht, sind eine frühzeitige Risikoerkennung mit geeigneten Instrumenten, Interventionsprogramme zur Diabetesprävention und im dritten Schritt eine kontinuierliche Intervention und Qualitätskontrolle. Vorbildlich sei in dieser Hinsicht das erste praktische Diabetes-Präventionsprogramm, das 2007 in Sachsen im Rahmen der Aktion „Gesunde.Sachsen.de“ vorgestellt wurde“, so der MB-Vorsitzende.