Berlin, 9. November 2009 - Nr. 71/09
Ärzte fordern ordnungsgemäße Vergütung von Bereitschaftsdiensten
Bereitschaftsdienste von Ärzten müssen endlich gerecht und angemessen vergütet werden, forderte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund auf ihrer 116. Hauptversammlung am Wochenende. Durch den zunehmend spürbaren Ärztemangel würden immer mehr Bereitschaftsdienste angeordnet, ohne dass dafür ein adäquater finanzieller Ausgleich stattfinde. „Bereitschaftsdienste werden zusätzlich zur normalen Arbeitszeit erbracht und stellen eine besondere Belastung dar. Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass die vereinbarte Regelarbeitszeit erbracht werden kann. Wenn er stattdessen unverhältnismäßig viele Bereitschaftsdienste anordnet, darf dies nicht zu Lasten der Ärztinnen und Ärzte gehen“, forderten die Delegierten der MB-Hauptversammlung.
„Neben der ordnungsgemäßen Abrechnung der Stunden, entweder durch die vereinbarte Bezahlung oder durch Gewährung von zusätzlichen freien Tagen außerhalb der gesetzlichen Ruhezeiten, erwarten wir daher eine Erhöhung der Bereitschaftsdienstvergütung. Arbeit nachts und an Wochenenden sowie Feiertagen ist physisch und psychisch sehr belastend und muss daher besser vergütet werden als Regelarbeitszeit am Tag“, heißt es in dem Beschluss der Hauptversammlung. „In den nächsten Tarifrunden wird es darum gehen, Zuschläge für Dienste in den Nachtstunden sowie an Samstagen und Sonntagen einzuführen“, bekräftigte Lutz Hammerschlag, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes.
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