Berlin, 9. September 2009 - Nr. 51/09 (Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Marburger Bund Landesverband Berlin/Brandenburg)
Minus 10 Prozent – das ist ein Affront!
Ärzte an den DRK Kliniken werden am Freitag erstmals Arbeit niederlegen
Die Geschäftsführung der DRK Kliniken Berlin versucht mit gezielten Desinformationen davon abzulenken, dass sie ihre Ärzte schlechter bezahlen will als Ärzte an anderen Kliniken der Stadt. Der jetzt mit ver.di ausgehandelte Tarifvertrag würde für die Ärzte an den DRK Kliniken im Vergleich zu ihren Kollegen an den städtischen Vivantes Kliniken – bezogen auf das Gesamtjahr 2009 – ein Minus von 10,44 Prozent im Durchschnitt aller Arztgruppen bedeuten. „Die Geschäftsführung der DRK Kliniken betreibt eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit, wenn sie behauptet, wir würden überzogene Forderungen stellen. Wir wollen, dass die Ärztinnen und Ärzte an den DRK Kliniken nicht schlechter gestellt werden wie ihre Kollegen an den städtischen Krankenhäusern. Unser Angebot war fair und angemessen“, bekräftigte Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bundes.
Als „Affront“ wertet der Landesvorsitzende des Marburger Bundes Berlin/Brandenburg, Dr. Kilian Tegethoff, das Verhalten der Geschäftsführung der DRK Kliniken. „Der Unmut der Ärztinnen und Ärzte über das Gebaren der Geschäftsführung der DRK Kliniken ist riesengroß. Erst wird mit einer Gewerkschaft, die überhaupt keine Ärzte vertritt, ein Pseudo-Tarifvertrag abgeschlossen, und dann werden sie noch per Hausverbot bei der Wahrnehmung ihres demokratischen Grundrechts auf Urabstimmung behindert. Die Kollegen haben sich davon nicht beeindrucken lassen und mit 99,5 Prozent für einen Streik votiert. Am Freitag werden die Ärztinnen und Ärzte erstmals die Arbeit niederlegen und vom DRK-Klinikstandort Mitte zum Vivantes Humboldt-Klinikum marschieren. Das Motto lautet: „Vivantes, wir kommen!“, kündigte Tegethoff an.