Berlin/Bochum, 25. Mai 2009 - Nr. 33/09
Marburger Bund und Deutsche Rentenversicherung beginnen mit Tarifverhandlungen
Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die
Deutsche Rentenversicherung nehmen heute (25. Mai) in Bochum erstmalig
Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 2000 Reha-Ärzte auf. „Wir wollen
einen arztspezifischen Tarifvertrag, der nicht nur für zeitgemäße Arbeits- und
Einkommensbedingen sorgt, sondern auch den ärztlichen Arbeitsplatz bei der
Deutschen Rentenversicherung attraktiver macht“, so der 2. Vorsitzende des
Marburger Bundes, Dr. Andreas Botzlar.
Den anstehenden Verhandlungen
waren wochenlange Streiks der Mediziner in den Verwaltungsstellen und den rund
100 Reha-Kliniken vorausgegangen. Die Ärztegewerkschaft beklagt in den
Einrichtungen der Rentenversicherer Personalmangel, Arbeitsüberlastung,
schlechte Einkommen und uneinheitliche Tarifregelungen. Nach
Gewerkschaftsangaben sollen Ärzte bei der Rentenversicherung bis zu einem
Drittel weniger verdienen als in Kliniken, die einen Tarifvertrag des Marburger
Bundes anwenden.
Ärzte der DRV, zu der die Deutsche Rentenversicherung
Bund, die Tarifgemeinschaft der Deutschen Rentenversicherung und die Deutsche
Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See gehören, begutachten Versichertenanträge
und versorgen in den Reha-Kliniken Patienten mit schweren und chronischen
Erkrankungen. Pro Jahr erhalten rund 900.000 Patienten medizinische
Reha-Maßnahmen.
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