Berlin, 28. März 2009 - Nr. 23/09
Tarifkommission des Marburger Bundes stimmt Tarifabschluss für Universitätsärzte
zu
Einen Tag nach der Tarifeinigung für die 22.000
Universitätsärzte zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Tarifgemeinschaft
deutscher Länder (TdL) hat heute (28. März) in Berlin die Große Tarifkommission
der Ärztegewerkschaft dem Tarifvertrag ihre Zustimmung gegeben. Damit ist der
Weg unter anderem frei für höhere Ärztegehälter, eine Ausdehnung des
Geltungsbereiches auf weitere im Landesdienst beschäftigten Mediziner und eine
Angleichung der niedrigeren Ostgehälter ans West-Niveau.
“Wir werden nun
das Ergebnis im Dialog mit den Ärzten vorstellen und erläutern, damit alle
Chancen, die im Tarifabschluss liegen, von den Medizinern, den
Universitätskliniken und den Medizinischen Fakultäten genutzt werden“, erklärte
der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke. Die Gehälter der
Universitätsärzte werden ab dem 1. Mai 2009 um 3,8 Prozent und zum 1. August
2010 um weitere 1,2 Prozent steigen. Strukturverbesserungen in der
Entgelttabelle wird es zudem durch das Einfügen einer weiteren Gehaltsstufe für
Fachärzte geben. Statt drei gibt es für Fachärzte fortan vier Stufen.
Beschlossen ist zudem, zum 1. Januar 2010 die Gehälter der Ärzte im Osten auf
West-Niveau anzuheben. Die Entgelttabelle hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni
2011.
Durchsetzen konnte sich die Gewerkschaft auch mit ihrer Forderung,
den Tarifvertrag auf weitere im Landesdienst beschäftigte Ärzte auszudehnen.
Fortan werden auch Mediziner, die vorübergehend in Forschung und Lehre wechseln,
sowie Ärzte in Justizvollzugskrankenhäusern vom arztspezifischen Tarifvertrag
erfasst. Zur Aufnahme von Betriebsärzten an Universitätskliniken in den
Tarifvertrag wurden weitere Verhandlungen vereinbart.
Tarifeinigung 2009 zwischen MB und TdL ![]()
Alle Infos zur Tarifrunde 2009 für die Universitätsärzte