Vivantes und Marburger Bund vereinbaren arztspezifischen Tarifvertrag zur Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes
„Der arztspezifische Tarifvertrag ist ein wichtiger Baustein, um die Arbeitssituation und den Arbeitsschutz der Vivantes-Ärzte zu verbessern“, so Marburger Bund-Verhandlungsführer Lutz Hammerschlag. Der Vorsitzende der Vivantes-Geschäftsführung, Holger Strehlau-Schwoll, erklärte zur heutigen Einigung mit dem Marburger Bund: „Dieser Abschluss sichert unsere bereits hohe Qualität in der Patientenversorgung und schafft zugleich gute Arbeitsbedingungen für unsere Ärzte. Dabei wird aber auch die wirtschaftliche Situation von Vivantes berücksichtigt.“
Der Geschäftsführer des MB-Landesverbandes Berlin/Brandenburg, Manfred Husmann, betonte, dass es der Ärztegewerkschaft mit den heutigen Eckpunkten zum Tarifvertrag gelungen sei, nunmehr für alle Berliner Klinikärzte eine einheitliche Stufenbewertung des Bereitschaftsdienstes zu vereinbaren. Zuvor hatte der Marburger Bund eine entsprechende Regelung mit der Charité vereinbart. Fortan werde es nicht mehr mehrere, sondern nur noch eine Bereitschaftsdienststufe geben, die einheitlich zu 95 Prozent vergütet werde. Die Einigung mit Vivantes sehe zudem eine maximale tägliche Arbeitszeit mit Bereitschaftsdienst von 18 Stunden (8 Stunden Vollarbeit, 10 Stunden Bereitschaftsdienst) vor. Sie kann bei persönlicher Einwilligung des Arztes auf 24 Stunden (8+16) erhöht werden. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen sind 24stündige Bereitschaftsdienste möglich. Zudem sollen die Vivantes-Ärzte mindestens zwei freie Wochenenden im Monat haben.
Zusammenfassung des Tarifvertrages
Tarifvertrag im Wortlaut (PDF)
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