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Ausgabe  03, 5. März 2010
 

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Schlecht-Wetter-Laune

Diesmal geht es um ein besonders brisantes Thema: das Wetter. Schneefälle und Eiseskälte haben nicht nur auf den Straßen Spuren hinterlassen. In ganz Deutschland klagen die Menschen wegen des harten Winters über miese Laune, Erkältungen und Knochenbrüche nach Stürzen. Die größten „Sensibelchen“ sind dabei die Norddeutschen. Um dies ­herauszufinden, hat die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) eigens eine Umfrage beim Forsa-Institut in Auftrag gegeben. Demnach ist die Gemütslage der Süddeutschen deutlich besser. Falsch ist jedoch, dass nun ein Antrag beim Gemeinsamen Bundesausschuss vorliegt, nach dem es gutes Wetter auf Kosten der GKV geben soll. Die Evidenzen reichen noch nicht aus. Zuerst muss die Aussage durch doppelblinde, plazebokontrollierte, randomisierte Studien erhärtet werden. Das IQWiG prüft derzeit noch nicht, wie dies machbar sein soll: Wer ist schon doppelt blind? Auch hat Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler noch keinen Gesetzesentwurf vorgelegt, der schlechtes Wetter verbietet. Als Liberaler zieht er sicher freiwillige Lösungen der Verantwortlichen vor. Doch wer ist hier verantwortlich? Eher machbar wäre es, Maßnahmen zu unterlassen, die der Klimaerwärmung im Wege stehen. Ein erster – bereits beschlossener – Schritt ist hier, dass die Förderung des Solarstroms verringert wird. Dies wird jedoch kaum ausreichen, um die Schlecht-Wetter-Laune zu verbessern. Selbst Prof. Karl Lauterbach, SPD, blieb bislang stumm. Dabei ließen sich mit einer Verbesserung des Wetters vermeintliche, aber in jedem Falle massive Einsparpotenziale für das Gesundheitswesen heben. Nun stellt sich die Frage, warum die DAK, die Zusatzbeiträge von ihren Versicherten kassiert, diese Studie überhaupt durchführen ließ. Nur mit Umfragen lässt sich das Wetter jedenfalls nicht verbessern – leider, meint


Ihr Dr. MB
 
 
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