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Ausgabe  13/2007, 14. September 2007
 

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Marburger-Bund-Stiftung zahlt Gebühren
20 Studierende nach sozialen Kriterien fördern / Paten gesucht

Von Armin Ehl*

So ändern sich die Zeiten ... Die Marburger-Bund-Stiftung wurde 1988 gegründet zu dem Zweck, Mitgliedern des Marburger Bundes, die von der seinerzeit herrschenden Arbeitslosigkeit unter Ärztinnen und Ärzten bedroht oder gar arbeitslos waren, kostenlose oder kostengünstige Zusatzqualifikationen zukommen zu lassen. Damit werden bis heute Ärztinnen und Ärzte individuell in ihrem beruflichen Werdegang unterstützt. Pro Jahr nutzen mehr als 2.000 junge Mediziner das Beratungs- und Seminarangebot der Stiftung.

Aus dem Ärzteüberschuss ist ein Ärztemangel geworden. Die Marburger-Bund-Stiftung reagiert darauf mit einem Förderprogramm, das individuell dem Ärztemangel begegnen wird. Die Politik agiert kontraproduktiv und nicht marktkonform auf die Mangelsituation bei akademisch vorgebildeten Arbeitskräften. Statt das Studieren generell zu fördern, wurde mit Einführung der Studiengebühr in einigen Bundesländern eine zusätzliche Hürde geschaffen. Die Studiengebühren werden die finanziellen Möglichkeiten von vielleicht hochbegabten, aber aus Familien mit nicht ausreichendem finanziellen Hintergrund stammenden Studierwilligen überfordern und ggfs. das Studieren verhindern. Der Marburger Bund wird sich politisch weiter gegen die Studiengebühren wehren und damit für seine Medizinstudenten einsetzen.

Die Marburger-Bund-Stiftung, deren Ziel eine individuelle Förderung ist, setzt nun konkret an den Studiengebühren an. Aus den Mitteln der Stiftung wird eine Summe zur Verfügung gestellt, die es erlaubt, für 20 Medizinstudierende ab sofort die Studiengebühr zu übernehmen. Vorstand und Kuratorium der Stiftung haben beschlossen, die Vergabe an bestimmte Kriterien zu knüpfen: Gefördert werden Studentinnen und Studenten, die nachweislich finanziell durch die zusätzlichen Studiengebühren besonders belastet werden (Kriterien sind etwa BAföG-Empfänger/eigene Kinder u. Ä). Der Stiftungsvorstand (bestehend aus dem 1. und 2. Vorsitzenden sowie dem Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes) wird zusammen mit dem beim Bundesvorstand kooptierten Sprecher der Marburger-Bund-Medizinstudierenden die Anträge sichten und 20 zu Fördernde auswählen.

Da die zur Projektförderung zur Verfügung stehenden Mittel leider begrenzt sind, können im Moment nur 20 Stipendien vergeben werden. Die Stiftung nimmt gerne weitere Spenden – selbstverständlich auch zweckgebunden für die Übernahme der Studiengebühren oder für ihre anderen Aufgaben – entgegen und stellt dafür Spendenbescheinigungen aus.

Spender, die kontinuierlich einen Medizinstudierenden bis zum Ende des Studiums unterstützen möchten, haben zudem die Möglichkeit, eine „Patenschaft“ für einen zusätzlichen Medizinstudierenden, der die o. g. Kriterien erfüllt, zu übernehmen. Mit 500 Euro im Semester würde konkret gegen den Ärztemangel gehandelt und zudem einem angehenden Arzt bzw. einer angehenden Ärztin mit Familie eine Zukunftsperspektive eröffnet. Auf Wunsch stellt die Marburger-Bund-Stiftung einen Kontakt zwischen Paten bzw. Patin und unterstützte Medizinstudierenden her. Interessierte wenden sich bitte an den Vorstand der Stiftung (E-Mail: Abb. \"\@\" Link ist eine Email-Adresse  ehl@marburger-bund.de).

Studentinnen und Studenten, auf die die o. a. Kriterien zutreffen, können ab sofort einen formlosen Antrag auf Förderung an den Vorstand der Marburger-Bund-Stiftung (persönlich/vertraulich) stellen: Reinhardtstraße 36, 10117 Berlin.

  *Armin Ehl ist Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes.

 
 
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